Worms-O-Mat
Investitionsmaßnahme 413/21/00001 · Haushaltsplan 2026

Mikwe - Instandsetzung jüdisches Ritualbad

Der Teilfinanzplan der Stadt Worms weist für dieses Vorhaben 1.692.300 € Auszahlungen über den gesamten Zeitraum aus. Davon sind 94.200 € projektbezogener Zuschuss; die Stadt trägt 1.598.100 € selbst.

1.692.300 €

Auszahlungen über den Gesamtzeitraum · Zuordnung: Denkmalschutz (Untere Denkmalschutzbehörde) · Bereich 8 - Wormser Immobilienmanagement

Was danach jedes Jahr anfällt

PositionRechenwegjährlich
Abschreibung1.692.300 € auf 46,58 Jahre36.331 €
Auflösung des Sonderpostens94.200 € auf 46,58 Jahre, gegenläufig− 2.022 €
Zinsen auf den Eigenanteil1.598.100 € zu 3,50 %55.934 €
Dauerlast im Ergebnisplangerechnet, ab Inbetriebnahme90.242 €

Die Nutzungsdauer von 46,58 Jahren ist die durchschnittliche des gesamten Anlagevermögens der Stadt (Jahresabschluss 2024 der Stadt Worms, Rechenschaftsbericht D.3.2), nicht die dieses Vorhabens — eine Sporthalle hält länger als ein Fahrzeug. Der Zinssatz von 3,50 % ist der, mit dem die Stadt selbst bei Neuaufnahmen plant (Haushaltsplan 2026 der Stadt Worms, Vorbericht). Das ist eine Größenordnung, keine Anlagenbuchhaltung.

Die Jahresscheiben

SpalteAuszahlung SaldoZuschuss
bis 2025 bereitgestellt1.351.734 €1.331.734 €20.000 €
Ansatz 2026125.000 €105.000 €20.000 €
Planung 202750.000 €30.000 €20.000 €
Planung 202870.000 €50.000 €20.000 €
Planung 20290 €34.200 €
weitere Folgejahre0 €0 €
Gesamt1.692.300 €1.598.100 €94.200 €

Die Spalte „Gesamt“ ist die Angabe des Plans über den gesamten Zeitraum und nicht die Summe der übrigen Spalten; die Differenz sind in der Regel übertragene Ermächtigungen aus Vorjahren.

Was der Plan über die Jahrgänge ausgewiesen hat

JahrgangGesamtbetrag
Haushaltsplan 20221.772.500 €
Haushaltsplan 20231.883.600 €
Haushaltsplan 20251.896.900 €
Haushaltsplan 20261.692.300 €

Das sind −4,5 % gegenüber dem Plan 2022.

Was der Plan zur Begründung sagt

Die hochmittelalterliche Mikwe (jüdisches Ritualbad) zeigt Schäden von Durchfeuchtungen, Rissen und Verformungen am Mauerwerk mit Ausbeulungen des Mauerwerks von teilweise über 100 mm. Das Ritualbad neben der Wormser Synagoge aus dem Jahre 1185/86 ist, nach der Mikwe in Speyer (1126), die zweitälteste in Deutschland. Beide zählen mit zu den ältesten in Europa. Die Sicherung für die Zukunft spielt ganz besonders im Zusammenhang mit der Bewerbung um den UNESCO-Welterbetitel der SchUM-Städte eine herausragende Rolle. Nach Abschluss der Sanierung der unterirdisch veranlagten Mikwe, insbesondere des Schachts und der zugehörigen Gewölbe, wird ab Ende 2025 die Verfüllung der oberirdischen Grabungsstätte begonnen. Diese Fläche soll so verschlossen werden, dass die Mikwe erhalten bleibt. Zudem werden die Außenflächen der Außenwände und der Gewölbe erforscht, um beim Verschluss den ohnehin gestörten Feuchtehaushalt der Wandquerschnitte nicht durch falsche Materialentscheidungen weiter zu schwächen. Es wird die Entwicklung einer Strategie im Umgang mit den Außenflächen des Badeschachtes und der angrenzenden Bauteile angestrebt. Aufgrund von Minderkosten wurde ein Zuwendungsbescheid zurückgenommen. Bereits ausgezahlte Zuwendungen sind zurückzuzahlen. In 2025 stehen neben dem Haushaltsansatz übertragene Ermächtigungen aus dem Vorjahr zur Verfügung.

Ratsbeschlüsse, deren Titel zu diesem Vorhaben passt

Das Ratsinformationssystem führt keine Kante zwischen einer Investitionsmaßnahme und dem Beschluss, der sie auslöst. Was hier steht, ist ein Titelabgleich: ein Fundhinweis, kein Nachweis.

Fundstelle Haushaltsplan 2026 der Stadt Worms, Teilfinanzplan, Maßnahme 413/21/00001. Quelle: Haushalt der Stadt Worms. Abschreibung, Sonderposten, Zinsen und Dauerlast sind gerechnet, nicht dem Plan entnommen.

Verschieben, verdrängen, vergleichen: Die Station Haushaltswirkung rechnet dasselbe für jede der Wormser Investitionsmaßnahmen durch und zeigt, was im selben Jahr um dieselben Mittel steht.